Shiatsu Behandlung

Shiatsu ist eine Form der manuellen Arbeit, bei der das Pferd über Berührung wahrgenommen und begleitet wird. Dabei steht nicht nur das im Vordergrund, was sich über sichtbare Strukturen erfassen lässt, sondern auch die Zusammenhänge, die sich im Kontakt zeigen.

Der Ursprung liegt in Japan, die theoretischen Grundlagen beziehen sich unter anderem auf Konzepte der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Dort wird der Körper über Beziehungssysteme beschrieben, die sich nicht ausschließlich anatomisch einordnen lassen.

Ein zentrales Element sind die sogenannten Meridiane – Leitbahnen, entlang derer sich funktionelle Zusammenhänge im Körper zeigen können.
Diese Verbindungen stehen im Zusammenspiel mit Muskeln, Faszien, inneren Organen und verschiedenen Abläufen im Körper des Pferdes.

Funktionen, Reaktionen und Anpassungsprozesse erscheinen dabei nicht als getrennte Einheiten, sondern als miteinander verbundene Abläufe.


Berührung als Zugang

In der praktischen Arbeit erfolgt der Zugang über die Hände. Berührung wird dabei nicht nur als mechanischer Reiz verstanden, sondern als Möglichkeit, mit dem in Kontakt zu kommen, was sich im Gewebe und im Ausdruck des Pferdes zeigt.

Die Arbeit erfolgt entlang der Meridiane sowie über ausgewählte Punkte, die auch aus der Akupressur bekannt sind. Dabei kommen unter anderem Druck, Halten, Einsinken und Dehnungen zum Einsatz.

Die Abfolge ergibt sich aus dem Moment heraus – aus dem, was sich unter den Händen zeigt.

Die Wahrnehmung richtet sich auf unterschiedliche Qualitäten im Gewebe: Spannung, Nachgiebigkeit, Bewegung oder Ruhe. Veränderungen können im Verlauf entstehen und werden begleitet, ohne sie vorzugeben.


Dynamik und Gleichgewicht

Gleichgewicht wird im Shiatsu nicht als fixer Zustand verstanden, sondern als etwas Bewegliches, das sich fortlaufend verändert.

Beschreibungen wie „zu viel“ oder „zu wenig“ Energie beziehen sich dabei auf Tendenzen innerhalb eines lebendigen Geschehens.
Diese können sich unterschiedlich ausdrücken – etwa im Verhalten, in der Bewegung oder im allgemeinen Erscheinungsbild des Pferdes.

Einflüsse darauf sind vielfältig: äußere Faktoren wie Klima oder Umgebung ebenso wie innere Aspekte, etwa Belastung, Erschöpfung oder Veränderungen im Befinden.


 

Mögliche Anwendungsbereiche

  • In Phasen von Schwäche
    Shiatsu kann dazu beitragen, dass sich Zustände im Körper verändern und sich Stabilität entwickeln kann.
    Atmung und Muskelspannung können sich im Verlauf anpassen.
  • Bei nervösen oder sensiblen Pferden
    Shiatsu kann einen Rahmen bieten, in dem Reize anders verarbeitet werden.
    Anspannung kann sich verändern und ein ausgeglichenerer Zustand kann sich entwickeln.
  • Im Bereich des Rückens oder bei Spannungszuständen in der Muskulatur
    Die Arbeit über Berührung kann dazu beitragen, Spannung wahrzunehmen und zu begleiten.
    Bewegungen können sich im Verlauf freier zeigen.
  • Bei Themen im Bereich der Atmung
    Shiatsu kann begleitend eingesetzt werden.
    Dabei steht nicht die Behandlung einzelner Symptome im Vordergrund, sondern die Unterstützung von Prozessen im Körper.
  • Bei länger bestehenden oder wiederkehrenden Beschwerden
    Shiatsu kann dazu beitragen, Zusammenhänge im Körper anders zu betrachten.
    Veränderungen zeigen sich dabei häufig im Gesamtbild des Pferdes.
  • In ruhigeren Phasen
    Shiatsu kann eingesetzt werden, um das allgemeine Gleichgewicht und die Belastbarkeit zu unterstützen.
  • Bei Themen im Bereich des Stoffwechsels
    Shiatsu kann begleitend eingebunden werden.
    Dabei geht es nicht darum, gezielt in einzelne Abläufe einzugreifen, sondern den Körper in seinem Gleichgewicht zu unterstützen.
  • Im Zusammenhang mit belastenden Erfahrungen
    Berührung kann eine Rolle spielen.
    Reaktionen zeigen sich individuell und können sich im Verhalten und im Ausdruck des Pferdes zeigen.

Behandlung

Zu Beginn kann es sinnvoll sein, mehrere Behandlungen in einem überschaubaren Zeitraum einzuplanen. Dies gibt dem Pferd die Möglichkeit, die Form der Shiatsu Berührung und Techniken kennenzulernen und darauf zu reagieren.

Die Abstände zwischen den Behandlungen orientieren sich an der jeweiligen Ausgangssituation.

Dauer und Kosten

Die erste Behandlung dauert in der Regel etwa 90 Minuten.
In der ersten Behandlung nehme ich mir Zeit, die Ausgangssituation des Pferdes kennenzulernen und ein erstes Gesamtbild zu erfassen.

Weitere Behandlungen dauern meist etwa 60 Minuten, inklusive eines kurzen Austauschs.

Die Kosten pro Behandlung für ein Pferd betragen CHF 160.–. Gültig im Umkreis von 20 km ab 8408 Winterthur. Weitere Anfahrten sind nach Absprache möglich.

Vereinbarte Termine, die nicht wahrgenommen oder weniger als 24 Stunden vorher abgesagt werden, werden in Rechnung gestellt.


Einordnung im medizinischen Kontext

Ich stelle keine medizinischen Diagnosen.
Eine Behandlung durch mich ersetzt keine tierärztliche Abklärung oder tierärztliche Behandlung.

Bei akuten Erkrankungen oder im Notfall bitte ich, eine Tierärztin oder einen Tierarzt zu kontaktieren.

Liegt eine tierärztliche Diagnose vor, kann Shiatsu allenfalls begleitend eingesetzt werden.

Ich behalte mir vor, eine Behandlung im Einzelfall nicht durchzuführen, wenn dies aus therapeutischer Sicht nicht sinnvoll erscheint.